A A A
Zurück
zur Startseite
A A A

Aus der Praxis

Schritt für Schritt in die Selbständigkeit

 

Anita fand den Weg zu autArK erstmals im Jahre 2008, wo sie ein Clearing absolvierte. Aufgrund eines psychologischen Gutachtens und der Ergebnisse im Clearing zeigte es sich, dass eine Anlehrausbildung zu diesem Zeitpunkt, dass geeignetste Instrument zur beruflichen Integration für Anita war. Nach Abschluss des Clearings konnte Anita im Zuge einer Beratung geholfen werden, einen Anlehrplatz im „Sozialpädagogischen Zentrum des Landes Kärnten“ in Klagenfurt zu finden. Da Anita immer schon gerne gekocht hat, bekam sie die Möglichkeit ihre Anlehre in der Küche des „Sozialpädagogischen Zentrums“ zu meistern. Als Anita im Jahre 2012 nach Abschluss ihrer Anlehre wiederum autArK aufsuchte, viel zu aller erst ein topp Zeugnis auf, worin ihre schulischen Leistungen wie folgt beschrieben wurden: „Deutsch - sehr gut, Mathematik - sehr gut, Arbeitshaltung - sehr gut, Mappenführung - sehr gut. Es dauerte jedoch einige Gesprächstermine, Firmenvorstellungsgespräche und Betriebspraktika bis bei der Firma „Kulterer – die Feine Küche“ ein dreimonatiges Arbeitstraining mittels dem AMS Klagenfurt organisiert werden konnte. Ziel seitens der Arbeitsassistenz war es vor erst, die Jugendliche für die Arbeitswelt im Küchen und Gastrobereich fit zu machen beziehungsweise Anita so weit auf den vielfach prognostizierten  Leistungsdruck der freien Wirtschaft vorzubereiten, damit diese ihn auch standhalten kann. In Absprache mit der Arbeitsassistenz bot Herr Kulterer aufgrund der sehr guten Arbeitshaltung Anitas im Anschluss an das Arbeitstrainings eine Integrative Berufsausbildung in Form einer Teilqualifizierung an. In einem gemeinsamen Gespräch mit Anita, Anitas Mutter, Herrn Kulterer, der Arbeits- und Berufsausbildungsassistenz wurden dann die genauen Details rund um die Lehrvertragsanmeldung besprochen. Die Jugendliche bekam somit die Chance einer Lehrausbildung mit Berufsschulbesuch und kann sich somit für ihren weiteren beruflichen Werdegang bestmöglich qualifizieren.

 

Mag. Werner Weratschnig

Arbeitsassistent für Jugendliche

 

 

 

 

 

 

 

Beispiel einer beruflichen Integration

·         

 Stefanie zählt zum Kreis der begünstigt Behinderten. Sie besuchte die Allgemeine Sonderschule (ASO) Hermagor. Im letzten Schuljahr stellte sich die Frage, was Stefanie nach der Schule machen könnte.

Da Stefanie von zu Hause nicht weg wollte, kam eine Anlehre nicht in Frage. Stefanies Vater hörte vom Integrationsfachdienst autArK und wandte sich an den zuständigen Berater vor Ort. Dieser veranlasste nach gründlicher Abklärung der Berufswünsche und Fähigkeiten von Stefanie ein Schnupperpraktikum im Kindergarten.

Die anfängliche Skepsis der Belegschaft konnte durch gezielte Aufklärung über die Behinderung Stefanies und der Tatsache, dass es sich vorerst nur um ein Schnupperpraktikum handelt, beseitigt werden.
 

Nach der Schnupperwoche, die auch für das gegenseitige "Beschnuppern" gedacht ist, stand für das Kindergarten Team fest, dass Stefanie mit ihrer ruhigen und netten Art eine Bereicherung für das gesamte Team wäre. Die anfängliche Skepsis und die Unsicherheit gegenüber der Beeinträchtigung wichen bald einer liebevoll aufgeschlossenen zuversichtlichen Aufnahme im Team.
 

Die erste Hürde war geschafft. Die zweite bestand in der Finanzierung dieser Planstelle. Damit auch diese Hürde beseitigt werden konnte, wurden vom Arbeitsassistenten die Vizebürgermeisterin, der Bürgermeister, der Stadtamtsleiter und das Amt der Kärntner Landesregierung mobilisiert. Seit 2001 wurde dieses Projekt insgesamt dreimal für ein weiteres Jahr verlängert.

Nach Aussage der Kindergartenobfrau und ihrer Mitarbeiterinnen ist Stefanie eine tolle Kollegin und eine Bereicherung für den gesamten Kindergarten.
 

Stefanie hat sich in dieser Zeit gut weiterentwickelt und kann Dinge verrichten, die vorher unmöglich schienen. Alle Betroffenen hoffen, dass Stefanie auch nach September 2005 in diesem Kindergarten arbeiten darf.

Dieses Beispiel zeigt, dass eine gut geplante Integration von Behinderten gepaart mit der Bereitschaft der Arbeitgeber/innen ihnen eine Chance zu geben, für alle Beteiligten eine Bereicherung sein kann.